Raumexperimente

Tape Art Aktion mit Selfmade-Crew

Live Taping am Freitag und Samstag während des Festivals
Hof, Eingangsbereich

Wir die Self-Made-Crew-Berlin, sind ein professioneller Künstlerbund. Bei Self-Made sind Künstler aus allen Richtungen vertreten, unter Anderem: Graffiti/Street-Art und Zeichner/Maler. Am bekanntesten sind wir im Bereich der Kunst mit Klebeband, auch Tape-Art genannt. Das bekannteste Mitglied unserer Vereinigung ist Slava Ostap, der mit diversen Kunstwerken, in Deutschland, bereits Aufsehen erregte. Die Self-Made-Crew-Berlin ist eine aufgeschlossene und erfahrene Truppe, welche mit größtem Enthusiasmus an vergangenen und kommenden Projekten arbeitet. Besonderen Wert legen wir auf Professionalität und Kreativität.

Wir, die Self Made Crew, bitten alle Besucher des Festivals, Teil von unserem gemeinsamen Projekt „Mensch im Stadtraum“ zu werden. Wir werden eine Empfindung der Großstadt mit Klebeband darstellen. So dass man das Gefühl anfassen kann. Es wird ein riesiges Netz aus Emotionen und Klebestreifen geben, in dem man sich schön verlieren kann.


Ein Ort des Jetzts

Installation am Freitag und Samstag
Keren Shalev and Stephan Sitaras
Hof

Der Aufbau eines Ortes – eine gewisse Form und geografische Lage eines Gebäudes, eine besondere Form und geografische Lage einer Straße, einer Stadt oder eines Landes schafft zu einem bestimmten Zeitpunkt unwiderlegbare Umstands-Bedingungen. Eine Gruppe weißer Segel, in unterschiedlichen Größen, Winkeln und Beziehungen zueinander, sind zwischen den Gebäudeteilen aufgehängt, in einem beinah menschlichen Zusammenspiel. Die Segel reagieren auf die Bewegungen und Strömungen des Windes an dem Ort, geben damit in jedem Moment das Hier und Jetzt und die Atmosphäre dieses bestimmten Ortes wieder. Die Dynamik der Segelgruppe reagiert somit wie ein Schwarm – eine Gruppe von Individuen die ihrer gegebenen Natur nach, im selben Augenblick instinktiv auf denselben Impuls reagiert. Ein weiteres Geräusch/Klangelement neben dem des Windes in den Segeln ist von versteckten Orten aus zu vernehmen. Das Geräusch der Ziegelsteine im Innenhof, das Stahlgeländer, der Steinboden. Der Ort wird lebendig.
Die Arbeit ist ein Veranschaulichen und Hörbar-Machen eines bestimmten Ortes, zu einer gewählten Zeit – sie führt uns im Jetzt die von allen bestehenden Dingen geteilten Bedingungen und Anregungen unserer Umgebung vor Augen.


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Installation am Freitag und Samstag
Nut Srisuwan
Studio, Hof

Wir leben heutzutage in Zeiten, in denen Meinungsfreiheit ein Grundrecht sein soll. Welche Rede, welche Meinung können wir uns jedoch bewusst erlauben „frei“ zu äußern? Unterliegen wir eigentlich Parametern der Freiheit, die wir dann in unseren Alltagsgesprächen anwenden? Oder gibt es irgendwelche Regeln oder äußere Faktoren, die uns darin beeinflussen, unsere Gesprächsthemen auszuwählen? Meinen Beobachtungen nach, ist einer der Faktoren, der uns darin beeinflusst, welche Gesprächsthemen wir bewusst wählen, die Räumlichkeit, die Atmosphäre im Raum. In einer Situation und einem Raum, wo wir uns wohlfühlen, wo in unsere Privatsphäre nicht eingedrungen wird, nutzen wir unsere Meinungsfreiheit vollkommen und wir führen die Gespräche ohne Unterbrechungen bis zum Ende, aber in einer Situation, in der die Atmosphäre fremd und unangenehm ist, reduzieren wir bewusst unsere Rede und ihre Themen. Wir sind uns unserer Umgebung sehr bewusst und sind nur so „frei“, wie es die Regeln und gesellschaftlichen Normen unserer Umgebung zulassen. Um die Struktur dieser Atmosphäre zu realisieren, konstruiere ich eine künstliche Räumlichkeit, in der man sich wohlfühlen soll, und inszeniere diese in einer Lage in der diese Atmosphäre normalerweise nicht dazu gehört, um zu sehen wie die Zuschauer mit dem Raum interagieren und sich ihr Verhalten durch die Atmosphäre verändert.

Nut Srisuwan

Geburtsort Bangkok / Wohnort Berlin, Deutschland (seit 2014) / Studium Bachelor of Fine Arts, visuelle Kunst, Srinakharinwirot University,Bangkok (2010-2014)/ Postgraduale Studium, Art in Context, Universität der Künste Berlin, Berlin (2016~)


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Pixel Teaser 
Refunc
Installation am Freitag und Samstag
Hof

Einweg-Transportpaletten aus Kunststoff werden zum Seetransport von Gütern und Produkten eingesetzt. Am Ziel angekommen, verlieren diese leider ihre Bedeutung, da ein Rücktransport sich nicht zu lohnen scheint.

Die rein zweckoptimierte Form der Kunststoffpaletten hat für uns eine vollkommen andere Seite: Perforierte Lastoberfläche wird zum Ornament und spielt mit Licht und Schatten. Farblicht und Schrumpffolie transformieren den Gebrauchsgegenstand zum Designobjekt. Pixelpallets können ganze Räume neu definieren.